New Light From Old PV - Warum?

Hier Überfluss dort Mangel, das ist ein häufiger Grund der Einen-Welt- Arbeit. So war es auch bei diesem Projekt, das sich aus einer interessanten Schulpartnerschaft so nebenher entwickelte und die Weiternutzung von PV Modulen im Blick hat. Partnergebiet ist die Metropolregion Port Elizabeth in der East Cape Provinz in der Republik Südafrika. Die Provinz ist gleichzeitig auch Partnerregion des Landes Niedersachsen.

Besonders ärgerlich ist, dass der Überfluss hier ein Überfluss aufgrund der hohen Standards ist und zu eigentlich zu vermeidenen Müll führen wird. 
Das liegt daran, dass PV Anlagen bei uns ausschliesslich mit exakter Anpassung in die vorhandenen Systeme eingepaßt werden müssen. Bei hohen Arbeitskosten und den hohen Standards ist somit eine Wirtschaftlichkeit oft nicht mehr gegeben. Die Bundesregierung hat daher Umlagegesetze zur Jahrtausendwende 2000 erlassen, die die Wirtschaftlichkeit für den privaten wie den gewerblichen Investor mit einer 20 Jahre laufenden Preisgarantie sicherte. Für die ersten Anlagen läuft diese Garantie 2020 aus. Ob Reparaturen oder Ersatz von Anlagenteilen dann noch wirtschaftlich sind, ist eher unsicher und kann dazu führen, dass PV Anlagen deinstalliert werden. Dadurch fallen dann erhebliche Mengen Elektroschrott an. Dabei sind einzelne Komponenten wie eben die PV Module durchaus noch funktionsfähig.

Und der Mangel dort, in Südafrika, ist der Mangel von einigen in besonderen Situationen, nämlich der nicht begüterten in einem insgesamt reichen Land. Dieses ist hoffentlich bald überwunden. Doch bis dahin ist Hilfe sinnvoll und wird dankbar angenommen.

Doch muss Hilfe auch so strutkuriert sein, dass sie angenommen werden kann. Strukturen hier wie dort auszumachen und zusammen zu führen, ist der Kern unseres Vorhabens. 
Unser Projekt ist dabei nur ein kleiner Ausschnitt aus den beiden Problematiken von Überfluss und Mangel.

Um den Klimawandel zu begrenzen ist das Vorhaben in jedem Fall sinnvoll.

Hier zeigen wir Herkunft, Stand, Gegenstand und Zukunft unseres Vorhabens.

 

 

Umsetzung

Ein halbes Jahr nach unserer Erkundungsreise und interessanten Entwicklungen in Port Elizabeth wollen wir den nächsten Schritt angehen. In Deutschland rückt das Jahr 2020, das erste Jahr mit auslaufender EEG Vergütung näher. In der professionell geführten Windbranche ist die Frage nach dem "Weiter danach" bereits in der Diskussion. Die Betreiber von PV Anlagen sind meist nicht so organisiert und vernetzt. Das Thema ruht bzw. wird individuell entschieden. Die Optionen einfacher Weiterbetrieb mit Eigennutzung, ergänzt mit einem Stromspeicher oder eben Abbau der Anlage stehen zur freien Wahl. Dabei werden Ausfälle von einzelnen PV-Modulen oder auch nur die Wahrscheinlichkeit dazu nicht zum Weiterbetrieb sondern zum Abbau führen. Sicherlich passiert das nicht in breiter Masse, aber es werden auch nicht nur seltende Einzelfälle sein.

In unserem Vorhaben muss es nun darum gehen die Option einer Weiterverwendung der funktionierenden Module in Inselbetriebsanwendungen in Südafrika hier bekannt zu machen und den Weg von hier dorthin auch zu organisieren. Es sollen aber nicht alle Module nach Südafrika gehen, sondern nur die noch ausreichend funktionierenden. Da in Südafrika mit einem fast doppelt so hohem Ertrag wie bei uns gerechnet werden kann, spielt der bereits erfolgte Leistungsabfall nicht die entscheidende Rolle. Wichitger ist es die "durchgebrannten" Module zu identifizieren und einer geordneten Entsorgung hier zuzuführen.

Die Verwendungsseite in Südafrika hat sich dagegen gut entwickelt. Dortige Initiativen, ob reine NGOs oder mit Unterstützung der Metropolregionsverwaltung, haben bereits Bedarf angemeldet.

Daher werden wir Anfang 2018 hier im Land uns nach Kooperationspartnern und Realisierungsoptionen umsehen.

 

 

 



Suche