"Entlastungsstraße" durch den Heidbrook

Die Stadt Oldenburg plant den Bau einer „Entlastungsstraße“ für ein neues Wohn-/und Gewerbegebiet auf dem Fliegerhorst. Diese Straße durchschneidet Wald, Wiesen und Feuchtbiotope in Wechloy und bedroht eines der wichtigsten Amphibienvorkommen im Nordwesten.

Die Informationen der Stadtverwaltung sind zu finden unter

https://www.oldenburg.de/startseite/leben-umwelt/planen-bauen/fliegerhorst/bauabschnitte-bebauungsplaene/n-777-g-entlastungsstrasse.html

Der BUND lehnt dieses Vorhaben ab.

Inzwischen gibt es ein Bündnis in Oldenburg gegen dieses Vorhaben.

Sehen Sie https://wald-wasser-wiesen-retten.jimdosite.com

Auf der Seite finden Sie auch einen Link zu einer Petition gegen diese Straße.

https://weact.campact.de/petitions/wald-wiese-wasser-wechloy

Bitte unterzeichnen Sie diese.

Im Aufstellungssverfahren haben wir bereits eine Einwendung verfaßt, die unsere Bedenken benennt:

Einwendung gegen die Verbindungsstraße

(Bebauungsplan N-777 G ,Fliegerhorst-Entlastungstrasse)

1. Geplantes Prinzip der Verkehrsvermeidung wird durch die neue Trasse ge-fährdet
Leben und arbeiten in einem Stadtteil, „Smart City, Resilienz und Nachhaltigkeit“ sind Schlagwörter, die den neuen Stadtteil charakterisieren. Dazu gehört selbstverständ-lich auch Verkehrsvermeidung. Laut Begründung der Verwaltung soll die Trasse die „fehlende Tangential-Verbindung zwischen Alexanderstraße und Ammerländer Heer-straße ermöglichen“. Diesen Mangel teilt das zukünftige Gewerbegebiet Fliegerhorst mit den Gewerbegebieten anderer Stadtteile. Durch die strahlenförmige Anordnung der Hauptverkehrsstraßen in Oldenburg sind die Stadtteile sehr gut über den Auto-bahnring mit seinen zahlreichen Anschlussstellen miteinander verbunden. Der BUND kann nicht nachvollziehen, dass in dem neuen Stadtteil nun zusätzlich eine Verbin-dungstrasse notwendig sein soll.

2. Entwicklungsziele für das neue Wohnquartier sollten nachhaltig und zu-kunftsfähig sein
Die Begründung der Verwaltung, dass die „950 Wohnungen auf dem Fliegerhorst eine bessere verkehrliche Anbindung, sowohl für den motorisierten … erhalten“ überzeugt nicht. Wir sehen hier einen Widerspruch zwischen der Begründung für die Trasse und den Entwicklungszielen für das Wohnquartier, das auf diversen öffentli-chen Veranstaltungen als ökologisch, verkehrsarm, mit Schwerpunkt auf Nahversor-gung vorgestellt wurde. Der nicht motorisierte Individualverkehr benötigt die Trasse ebenfalls nicht, er kann über den Brookweg an das Gewerbegebiet Wechloy ange-schlossen werden.


3. Mangelhafte Prüfung der Möglichkeiten der „Trasse Null“
Die Begründung geht ferner davon aus, dass die Entwicklung des Fliegerhorst-Geländes für Gewerbe und Dienstleistungen ohne die Verbindungsstraße nicht mög-lich sei. Gebäude und Verkehrsflächen würden in natürliche Sukzession übergehen, sozusagen „wüst fallen“. Der BUND teilt diese Einschätzung nicht, vermisst die Prü-fung von Alternativen sowohl zur Trasse als auch zur Null-Lösung. Unserer Meinung nach könnte die stark frequentierte Alexanderstraße entlastet werden durch Umset-zung vorhandener, nicht ausgeschöpfter Möglichkeiten:

•    Anlage von P& R-Plätzen auf dem Fliegerhorst, evtl. auch Parkhäuser. Ziel: Einpendler und Stadtteilbewohner an der Stadtgrenze auf umweltschonende Fortbewegungsmittel umzuleiten. – In der Veröffentlichung „Green-City-Plan Oldenburg“ wird der Nordwesten Oldenburgs nicht berücksichtigt. -
•    Attraktivitätssteigerung des ÖPNV: Preis, Taktung, Sauberkeit, Bequemlichkeit, Fahrplan-Zuverlässigkeit entscheiden über die Wahl des Verkehrsmittels. Solange ein Parkplatz im Zentrum billiger ist als ein Busfahrschein und die Hauptlinie auf der Alexanderstraße nur im 30-Minutentakt fährt, gibt es keinen Anreiz für Autofahrer, umzusteigen.
•     Rad- und Gehwege ausbauen. Die meisten Radwege in Oldenburg sind in einem schlechten Zustand. An der Alexanderstraße sind sie am schlechtesten. Auf die rasante Zunahme der Pedelecs ist die Stadt nicht vorbereitet. Trotz guter Einzelmaßnahmen: ein Radverkehrskonzept ist nicht erkennbar.

Bei der Berechnung zukünftigen Verkehrsaufkommens sind demografische Entwick-lungen zu berücksichtigen, die in der Begründung der Verwaltung fehlen:

4. Mangelhafte Berücksichtigung der zukünftigen städtischen Entwicklung
Auch Oldenburgs Bevölkerung altert. Ab etwa 2030 nimmt die Zahl der Berufstätigen ab und die der Rentner zu.  Die Verkehrsdichte wird eher gleichmäßig über den Tag verteilt, die jetzigen Belastungsspitzen in den Morgen- und Abendstunden werden flacher. Überdies sind die Wohnquartiere auf den Fliegerhorst durch eine gute Infra-struktur verkehrsarm geplant: Einkaufen, Dienstleistungen, Kita, Schule … Erholung, Freizeit. Die Anlässe, das Auto zu benutzen, werden geringer sein als in manchen anderen Stadtteilen. Hinzu kommt, dass die Corona-Epidemie zu einem digitalen In-novationsschub führen und den Arbeitsalltag verändern wird. Viele Fahrten werden durch Home-office, Video-Konferenzen u.a. entfallen. 

5. Gewerblicher Verkehr ist gut angebunden mit der A 28
Zum gewerblichen Verkehr: Der Begründungstext geht davon aus, dass der größere Teil des gewerblichen Verkehrs über die Trasse abgewickelt wird.
Die bevorzugte Trasse 5 mündet auf die Ammerländer Heerstraße, einer verkehrs-reichen Ausfallstraße. Um auf die Autobahn zu gelangen, führt der Weg entweder in Richtung Westerstede durch Ortschaften mit Tempobegrenzung und mehreren Am-peln zur Auffahrt Neuenkruge oder zur Auffahrt Wechloy über die vorhandene Am-pelkreuzung in Richtung Westkreuz. Im letzteren Fall werden die Verkehrsströme von der Alexanderstraße innerhalb der Stadtgrenzen über die Verbindungsstraße auf die Ammerländer Heerstraße und die A 28 bis Westkreuz umgeleitet. Die Staus wer-den zunehmen. Wir sehen in der Trassenlösung keinen entscheidenden Vorteil ge-genüber der jetzigen Möglichkeit, an der Auffahrt Bürgerfelde auf die A 28 zu gelan-gen.

6. Berücksichtigung der Stadtteilbahnhöfe für zukunftsfähige Verkehrskonzep-te
Wir vom BUND lehnen aus diesen Gründen jede Variante einer Verbindungsstraße ab und fordern zukunftsfähige Verkehrskonzepte für eine nachhaltige Stadtentwick-lung.
Statt neue Straßen zu bauen, die noch mehr umwelt- und klimaschädlichen Verkehr erzeugen, sollte Oldenburg ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept entwickeln, das auch die stillgelegten ehemaligen Stadtteilbahnhöfe einschließt. 

Sabine Reimer für den BUND Oldenburg

Aufruf zur zehnten „Wir haben es satt!“-Demonstration:

Der BUND Ammerland organisiert wieder einen Transfer aus der Weser-Ems-Region zur Demo
nach Berlin (Anmeldung siehe unten) 

Für eine bäuerliche Landwirtschaft, die ihre Landwirte ernährt, für artgerechte Tierhaltung, fairen Welthandel und gutes Essen! Und für den Schutz unseres Klimas und der Insekten – unserer Lebensgrundlage!

Agrar-Demo am 18.01.2020 in Berlin

2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an:

Bei der EUAgrarreform entscheidet sich, ob mit den MilliardenSubventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden können. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen.

Und für echten Klimaschutz muss weiter Druck aufgebaut werden, sonst läuft uns die Zeit davon!

Die bäuerliche, bodengebundene und die ökologischere Landwirtschaft brauchen unsere Unterstützung.

Deswegen rufen Bäuerinnen und Bauern, Verarbeiterinnen und Verarbeiter, Verbraucherinnen und Verbraucher, Umweltverbände sowie kirchliche und soziale Verbände gemeinsam dazu auf, am 18. Januar 2020 in Berlin ein starkes Zeichen zu setzen für eine gesellschaftlich akzeptierte, bodenständige  Landwirtschaft.
Weitere Infos unter www.wir-haben-es-satt.dehttp://www.wir-haben-es-satt.de/.

Der BUND Ammerland organisiert wieder einen Transfer aus der Weser-Ems-Region zur Demo
nach Berlin

Bus am 18.01.2020 nach Berlin

Abfahrt

Zustieg

Haltepunkt

5:30 Uhr

Filsum

Pendlerparkplatz, A 28 Abfahrt Filsum; an der B 72 ca. 600 m nördlich der A 28

5:50 Uhr

Westerstede

Pendlerparkplatz an der A 28, Auffahrt Westerstede, Ammerlandallee

6:10 Uhr

Oldenburg

Parkplatz bei Aral-Tankstelle und OBI am Westkreuz, Ammerländer Heerstraße

6:30 Uhr

Ganderkesee/
Bookholzberg

Pendlerparkplatz Autobahnauffahrt Ganderkesee West, auf der Nordseite der A
28; nach der Abfahrt links Richtung Bookholzberg, dann erste links (zur Hesterei)

7:15 Uhr

Verden

Autobahnabfahrt Verden-Nord, Parkplatz der BBS Verden, Neue Schulstraße 5,
ca. 300 m südlich der Autobahnabfahrt links

7:35 Uhr

Walsrode

Autobahnabfahrt Walsrode-West, südlich der BAB beim Kreisel dritte Ausfahrt
„Große Schneede 5“, A 27 Park bei McDonalds

Rückfahrt ab Berlin ca. 16 Uhr.
Kostenbeitrag pro Person: Unterstützerpreis 33 Euro, Normalpreis 31 Euro, ermäßigt 29 Euro
(Schüler, Auszubildende, Studenten, Arbeitslose).


Anmeldung: Per Überweisung des Kostenbeitrags auf das Konto:

Susanne Grube, IBAN: DE04 2806 3253 0012 4273 00;

Verwendungszweck: "Agrar-Demo Berlin 2020", unbedingt Namen und Zustiegsort angeben!

Es können auch mehrere Personen durch eine Überweisung angemeldet werden, dann Personenzahl auf Überweisungsträger nennen.

Bitte zusätzlich um möglichst frühzeitige, verbindliche Anmeldung mit Namen, Telefon
und/oder eMail bei:

Susanne Grube, E-Mail susanne.grube@bund-ammerland.de, Tel. 04488-9813

 

 

1000 Demonstranten für eine bessere Landwirtschaft

Die erste Oldenburger Demo 

Für Wertschätzung von Mensch, Tier und Umwelt!

Hier die Bilder vom 23.3.2019 Bahnhof, Lappan und Schloßplatz.

Am Stand der BUND Kreisgruppen des NordWestens auf der Schlußkundgebung mit Infos, Klönen und Treffen von Gleichgesinnten hatten wir mit genau diesem unsere Freude.

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