BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Dank für das Bäumchen giessen!

Junge Bäume haben Hilfe dringend gebraucht

Der BUND dankt seinen Mitgliedern wie auch den anderen Bürgern für das Wässern der Bäume wäh-rend der langen Dürreperiode 2018. „Nun hat es die letzten Tage mehr geregnet und die Temperaturen sind gefallen und ein weiteres Gießen an der Oberfläche hat für die Bäume kaum zusätzlichen Nutzen“, sagt der BUND Vorsitzende Thomas Myslik. „Das Gießen als Hilfe in der Dürreperiode hat vielen Bäumen das Leben gerettet. Ebenso ist der unermüdliche Einsatz der Verwaltung zu loben.“
Diese erstmalige Wetterlage in einem möglichen Klimawandel hat jedoch die Grenzen der öffentlichen Dienstleistungen gezeigt und erfordert eine ganzheitliche Planung für die Zukunft.

Für die Organisation einer solchen umfänglichen kommunalen Daseinsvorsorge wird der BUND in Gremien weiterhin und verstärkt werben.

 

 

Naturschutz handgreiflich und sofort!

denn ob die Hitze und Dürre nun schon Klimawandel ist oder nicht, dass ist der Natur augenblicklich vollkommen egal. Jetzt heißt es Anpacken und Wasser zu denen bringen, die keinen Wasserhahn haben zur den Bäumen und zu den Wildtieren. Manchem Menschen kann damit auch eine Freude gemacht werden.

Wir schließen uns daher dem Aufruf der Stadt ohne Diskussion an:

     BUERGERBRIEF – MITTWOCH, 25. JULI 2018  

WASSER MARSCH: AUCH FREIWILLIGE FEUERWEHREN BEWAESSERN BAEUME

Trockenheit: Stadt bittet die Bevölkerung ebenfalls um Mithilfe – Kapazitäten reichen nicht aus

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Darüber hinaus bittet die Stadtverwaltung auch die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufgabe, die in Nähe von Wohnbebauung gepflanzten Jungbäume mit Wasser zu versorgen. Vorzugsweise sollte in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden möglichst täglich gewässert werden. Als Minimum sind dem Wurzelbereich jüngerer Bäume pro Bewässerungsgang etwa 20 bis 30 Liter Wasser in Stammnähe zuzuführen. Bei Baumstandorten älteren Pflanzdatums fehlt bereits der Bewässerungsring. Damit sich die Wassergaben hier nicht flächig verteilen, sondern im Nahbereich des Stammes versickern, ist es in diesen Fällen hilfreich, einen aus Bodenmaterial bestehenden Gießring im Abstand von 40 bis 50 Zentimetern vom Baumstamm zu formen, rät Uwe Ahlers: „Wir freuen uns über jede Unterstützung aus der Bevölkerung.“

 

 

 

Baum-AG des BUND wird wiederbelebt

Der BUND ruft seine Mitglieder auf, sich in der Baum-AG einzubringen:

Hitze und Dürre der vergangenen Monate haben uns ahnen lassen, welche Bedeutung der städtische Baumbestand hat und im Zeitalter des Klimawandels haben wird: unter Bäumen ist es kühler und luftiger als in der sengenden Sonne außerhalb des Kronendaches. Bäume erhöhen die Aufenthaltsqualität in der Stadt, sie können nicht nur Hitze und Trockenheit mildern, sondern auch Starkregenereignisse durch ihr ausgedehntes Wurzelwerk abpuffern, sofern sie nicht bis an den Stamm zugepflastert sind. - Politik und Verwaltung nehmen bei der Erschließung neuer Baugebiete wenig bis keine Rücksicht auf den vorhandenen Baumbestand. Die gesetzlich vorgeschriebenen Kompensationsmaßnahmen können am Eingriffsort aus Platzgründen oft nicht vollständig durchgeführt werden und brauchen überdies mindestens zwei Jahrzehnte, um den Verlust auszugleichen. Darauf können wir nicht warten.

Treffen der Baum-AG: 12. 9.2018 um 18 Uhr im Umwelthaus, PFL in Peterstraße 3a, Hintereingang. 

Die BUND AG des BUND hat eine lange Tradition. Im Zuge der sinnvollen Forderung nach einer Baumschutzsatzung hatte sich die AG Mitte der 90er Jahre verbandsübergreifend gegründet. Mit der verloren Abstimmung wurde sie aber eingestellt. Das Wohl der Bäume und ihre Wohlfahrt für die Menschen und Tiere war doch immer ein Thema, das Oldenbürger weiter interessierte. 
Mit Bauboom, Versiegelung und Klimawandel meinen wir, dass dieses Themenfeld wieder eine größere Bedeutung erlangen sollte. Daher haben wir uns zur Wiederbelebung der Baum-AG entschlossen und hoffen auf rege Beteiligung.

Bäumchen gießen - BITTE

Hitze und monatelange Trockenheit machen den jungen Bäumen sehr zu schaffen. Der BUND  unterstützt die Stadt Oldenburg  bei der Rettung auch der Jungbäume an der Edewechter Landtraße und einiger Seitenstraßen.  Die Mitarbeiter der Stadt versorgen mit Hilfe der Ortsfeuerwehren etwa 20.000 Jungbäume, die Intervalle zwischen den Bewässerungen sind dennoch gefährlich lang, da ein großer Teil des Wassers während des heißen Tages  über die Kronen wieder verdunstet. Der Bund bittet deshalb seine Mitglieder, das Bäumchen vorm Haus oder in der Nähe regelmäßig zu gießen. Bei einem Niederschlagsdefizit von etwa 200 Litern pro Quadratmeter kann es ein "Zuviel" gar nicht geben.

Die Bilder zeigen  BUND-Mitglied Yvonne beim Gießen der im April gepflanzten Eichen an der Edewechter Landstraße und BUND-Mitglied Sabine beim Ausheben eines  Gießringes in der Astrid-Lindgren-Straße
als Ansporn für andere. 

 

 

Adrardemo zur grünen Woche in Berlin

Wie bereits angekündigt findet am Samstag, dem 20. Januar 2018, wieder eine große Adrardemo zur grünen Woche in Berlin statt. Gemeinsam soll ein weiteres Mal für die bäuerliche Landwirtschaft, gesundes Essen, artgerechte Tierhaltung und für gerechten Welthandel demonstriert werden. Der BUND Ammerland hat wieder einen Bus aus dem Weser-Ems-Gebiet mit Haltepunkten in Osfriesland, Ammerland und Oldenburg organisiert. Die Abfahrtszeiten und Anmeldemodalitäten können dem Anhang entnommen werden. Der Bus ist zwar schon fast voll, aber da geht noch was. Und schließlich gibt es noch die Möglichkeit, einen größeren Bus zu bestellen ;-)

Nordsee - alles hat mit allem zu tun

das war für uns Stadt-Ökos die zentrale Botschaft der Veranstaltung.
Wenn es der Nordsee schlecht geht, ist das nicht Natur, sondern Folgen unserer Mißwirtschaft an Land.

hier die offizielle Pressemitteilung des BUND Landesverbandes:

Trübe Sicht für die Nordsee:
Hohe Nährstoffbelastung mit schwerwiegenden Folgen für das Ökosystem im Meer

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Belastung der Nordsee durch Nährstoffeinträge ist seit Jahren unverändert hoch. Politik, Landwirtschaft und Naturschutz müssen hier gemeinsam Lösungen entwickeln und rasch umsetzen, denn die Folgen der Überdüngung sind bereits jetzt schwerwiegend. Aus diesem Grund lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Landwirtschaft und Naturschutz in Oldenburg ein, um über den Zustand der Nordsee zu beraten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Dr. Jörg Wagner vom Bundesumweltministerium erläutert: „Die Küsten von Nord- und Ostsee sind dauerhaft durch den übermäßigen Einsatz von Stickstoffdünger belastet. Es gibt hier in den letzten Jahren kaum Anzeichen einer Verbesserung. Für einen Erhalt der Artenvielfalt in unseren Meeren, müssen wir stärker als bisher gegensteuern, etwa durch verschärfte Düngeregeln." Der aktuelle Nitratbericht des Bundesumweltministeriums belegt, wie stark Düngemittel aus der Landwirtschaft, insbesondere der Wirtschaftsdünger Gülle, die Gewässerqualität beeinträchtigen.

"Den Schutz unserer Nordsee können wir nur gemeinsam mit allen Akteuren erreichen“, betont Almut Kottwitz, Staatssekretärin im Niedersächsischen Umweltministerium. „Das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium im Bund brauchen eine gemeinsame klare Handlungsstrategie, auch im Hinblick auf die dringend erforderliche Neufassung der Düngeverordnung. Nur so können wir den Schutz unserer Gewässer, der Meere, Flüsse und Seen und des Grundwassers, wirksam umsetzen."

„Hauptverursacher der starken Nitratbelastung der Nordsee ist die industrielle Landwirtschaft mit ihrer Intensivtierhaltung“, so Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, Geschäftsführer des BUND Niedersachsen. „Die Tierhaltung konzentriert sich auf immer weniger und größere Betriebe. Diese verfügen nicht über ausreichend Fläche, um die anfallende Gülle auszubringen. Die Folge ist eine Überdüngung der Böden. Bereits jetzt ist das Grundwasser vielerorts mit Nitrat belastet, die Gewässer in schlechtem ökologischen Zustand.“

Diese Belastung der Nordsee durch die Überdüngung hinterlässt schwerwiegende Spuren im empfindlichen Ökosystem unter Wasser. „Das Zuviel an Nährstoffen im Wasser lässt die Menge kleiner Algenarten vor allem im Frühsommer sprunghaft ansteigen, wodurch das Wasser stark eingetrübt wird“, erklärt Nadja Ziebarth vom BUND-Meeresschutzbüro. „Die Folgen werden sichtbar durch Schaumberge an den Stränden. Unter dem Lichtmangel leiden aber auch die Seegraswiesen und damit der Lebensraum und die Kinderstube unzähliger Arten, wie etwa das Seepferdchen.“

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Sie ist Teil des Projekts „Weitsicht für unsere Meere“, das durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird.

Weitere Informationen: www.bund.net/eutrophierung

Für Rückfragen:
Tilman Uhlenhaut
Stellv. Geschäftsführer und Agrarreferent BUND Landesverband Niedersachsen Tel. (0157) 744 99 120


Pressekontakt:
Dr. Tonja Mannstedt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
BUND Landesverband Niedersachsen
Tel. (0511) 965 69 - 31
tonja.mannstedt@nds.bund.net

Meeresausstellung des BUND Bremen im Schlauen Haus Oldenburg zu sehen (1.9.2016)

Eile ist nicht geboten,
aber entgehen sollte sich das keiner lassen:

BUND-Wanderausstellung "Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren"

vom 8.9. bis zum Jahresende im Schlauen Haus in Oldenburg

Weit vor unseren Küsten, in der 12- bis 200-Seemeilen-Zone, im trüben Wasser von Nord- und Ostsee verbergen sich Riffe und Sandbänke, die überraschend bunte und artenreiche Lebensgemeinschaften beherbergen.

Im Sylter Außenriff und Fehmarnbelt beispielsweise findet man dicht mit Schwämmen, Seenelken und sogar Korallen besiedelte Felsen. Auch auf, in und über den scheinbar öden Sandflächen der großen Dogger- und Oderbank tobt bei genauerem Hinsehen das Leben.

Aber nicht nur unter Wasser, auch auf und über der Meeresoberfläche der Östlichen Deutschen und der Pommerschen Bucht ist viel los: Seltene Seevögel haben hier ihre Rast- und Nahrungsgründe.

Einen ersten neugierig machenden Eindruck kann jeder hier gewinnen.

Wer es "vorweihnachtlich" nicht schafft, dem sei die Wanderausstellung digital ans Herz gelegt. Damit Sie sich ein noch besseres Bild machen können, haben die BUND Freunde aus Bremen die einzelnen Elemente der Ausstellung in einem PDF zusammengefasst: Übersicht Ausstellungsbanner 

 

 

Endlich – NSG Alexanderheide

Am Montag, dem 26. Mai 2014 hat der Rat der Stadt Oldenburg einstimmig die Verordnung über das Naturschutzgebiet Alexanderheide auf dem ehemaligen Fliegerhorst Oldenburg beschlossen. Vorausgegangen waren jahrelange Debatten im Umweltausschuss, obwohl die Schutzwürdigkeit des Gebietes zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt worden ist. 

Am 7. März 2008 hat der Fliegerhorst, zusammen mit den Donnerschwee - Kasernen den Besitzer gewechselt und ist in das Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übergegangen. Der militärische Flugbetrieb war bereits am 1. Oktober 1993 eingestellt worden. Mittlerweile befindet sich der 200 ha große Oldenburger Teil des Fliegerhorstes im Besitz der Stadt Oldenburg. 

Im Jahr 2011 hat der damalige Naturschutzbeauftragte Heiko Vollquardsen den Antrag auf Einleitung des Verfahrens zur Unterschutzstellung in den zuständigen Umweltausschuss eingebracht. Nachdem diverse Fragen geklärt waren, u. a. die Grenzziehung betreffend, ist die Einleitung des Verfahrens im Ausschuss am 27.02. 2013 einstimmig beschlossen worden. Nach Abschluss des Beteiligungs –Verfahrens legte die Verwaltung dem Ausschuss die überarbeitete Verordnung zum Beschluss vor. Dieser Antrag wurde viermal auf Antrag der SPD (dreimal) oder der CDU (einmal) vertagt bzw. abgesetzt. Erst auf der Sitzung des Umweltausschusses vom 15. Mai 2014, auf der die Ausweisung des NSGs zum fünften(!) Mal auf der Tagesordnung stand, wurde der Beschluss zur Ausweisung des Naturschutzgebietes Alexanderheide einstimmig gefasst. 

Der Prozess der Schutzgebietsausweisung inklusive der Grenzziehung und der Erarbeitung der Verordnung ist von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern der Unteren Naturschutzbehörde und Vertretern der Naturschutzverbände begleitet worden. 

Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 39 ha und ist geprägt durch großflächige Sandmagerrassen und mesophile Grünlandflächen sowie Ruderalflächen, Heiden und Gehölzstreifen und Wälder. Diese sind Lebensstätte gefährdeter, vor allem an Magerrasen und artenreiches Grünland gebundener Tier- und Pflanzenarten.

Protest gegen Kahlschlag an Edewechter Landstrasse

Bei seiner heutigen Sitzung hat der Aktivenkreis des BUND
empört und verständnislos auf den Plan der Stadt Oldenburg reagiert an der Edewechter Landstraße 29, zum Teil über hundert Jahre alte Eichen zu fällen.

Wer geglaubt hatte, die Zeiten der "autogerechten" Stadt seien Vergangenheit, sieht sich zutiefst entäuscht.

Die beratenden Mitglieder des BUND im Umweltaussschuß des Rates berichteten den staunenden BUND Aktiven, dass dieser folgenreiche Tagesordnungspunkt in die Ausschusssitzung vom 13.2. ohne jeden Beitrag der Ratsmitglieder "durchgewinkt" wurde.
Dieses Desinteresse weckt bittere Erinnerungen an einen ähnlichen Vorgang im Februar 1984, als ebenfalls von einem Tag auf den anderen alte Eichen an der Edewechter Landstraße gefällt wurden.

In diesem Ausschuß werden erfreulicherweise sonst Baumfällungen ernst genommen.
Dass dieses in diesem gravierenden Falle gegenteilig war, läßt den BUND nur über die Gründe vermuten.

Der BUND fordert Rat und Verwaltung auf, diese umweltschädliche Planung aufzugeben und zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern nach Alternativen zu suchen.

Quelle: http://oldenburg-stadt.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/