8000 t CO2 bei Erörterungstermin gefunden

Am letzetn Mitttwoch war nun der Erörterungstermin zum Abfallwirtschaftskonzept  der Stadt Oldenburg für die nächsten fünf Jahre.
Da der BUND als einziger Verband eine Stellungnahme abgegeben hat, war die Runde so klein, dass die Erörterung ohne formalen Ballast in einer fruchtbaren Gesprächsathmosphäre stattfinden konnte. Auch wenn die Stellungnahme weiter

 

 

 

 

BUND diskutiert "Abfallwirtschaftskonzept Oldenburg"

Der BUND lädt im Rahmen der Kampagne "Torf frei Leben" zur Diskussion  
 über das "Abfallwirtschaftskonzept für die Stadt Oldenburg 2017-2021".

Anlaß ist, dass der BUND als anerkannter Umweltverband aufgefordert wurde bis Ende Mai Stellung zum  "Abfallwirtschaftskonzept" zu beziehen. 

Das Abfallwirtschaftskonzept greift in fast alle Nachhaltigkeitsthemen ein:
Stoffkreislauf, Soziales, Klima, Energie, Solidarität, Siedlungswesen, Bildung und und ...

Der BUND möchte diese Möglichkeit der Beteiligung für weitere Interessierte öffnen und lädt deshalb mit der Agendagruppe "RuE - Rund ums Eigenheim" zu einer Erörterung mit anderen Aktiven der Umweltschutzverbände, der an Nachhaltigkeit arbeitenden Gruppen
am Donnerstag, den 18.5.2015, von  18- 20 Uhr ein

Zu dem Treffen wird die BUND Arbeitsgruppe "Torf frei Leben" die Kapitel 

 4.4 Erfassung und Verwertung organischer Abfälle
  4.4.1 Bioabfallsammlung  
  4.4.2 Grünabfallerfassung  
  4.4.3 Mengenentwicklung der organischen Abfälle 
  4.4.4 Verwertung im Oldenburger Kompostwerk 
 4.16 Klimaschutzbeitrag der Oldenburger Abfallwirtschaft
 7.7 Weitere Behandlung der Bio- und Grünabfälle

inhaltlich vorbereiten. 

 

 

Von den Grünen Tonnen zum Mikroplastik in den Meeren

Der BUND Ammerland lädt im Vorfeld seiner Mitgliederversammlung am 13. Mai 2017 um 14 Uhr im Jaspershof, Seggenriedenweg 2 in 26655 Westerstede zu einem Vortrag ein:

Mikroplastik – kleine Teilchen, großer Schaden 

Acht Millionen Tonnen Plastikmüll landen im Durchschnitt jedes Jahr im Meer. Inzwischen gibt es in weiten Teilen der Meere sechsmal mehr Plastik als Plankton, in einigen Gebieten sogar bis zu 46 mal mehr. Die Folgen der Belastung der Meere durch Plastik sind dramatisch.

Ein weiteres Problem ist Mikroplastik, winzigste Plastikteilchen, die durch Abrieb von Plastikmüll, aber auch über den Einsatz in Kosmetika in den Meeren landen (siehe Foto im Anhang). An ihnen binden sich giftige Chemikalien, die wiederum von Fischen und anderen Meeresbewohnern aufgenommen werden. Über diesen Weg gelangt der Plastikmüll mit den gebundenen Giftstoffen in Lebensmittel, die der Mensch verzehrt. Auch an Land wird Mikroplastik permanent an die Umwelt abgegeben beispielsweise durch den Reifenabrieb entlang von Straßen.
 Der Referent ist Peter Meiwald, MdB und umweltpolitischer Sprecher von Bündnis90/Die Grünen im Bundestag. 
Dazu ergänzend zeigen wir von Torffrei Leben, wie auch die Grüne Tonne in Oldenburg über einen verschlungenen Weg zu dieser Vergiftung beiträgt.

 

OL Kompost kommt in OL an

Das Gute liegt oft so nahe. Das gilt nicht nur für das PFL, das am gestrigen Sonntag sein 25 jähriges Bestehen mit einem Familienfest beginn, sondern auch für den  Kompost aus dem OL Kompostwerk in Neuenwege.
Unsere Teilnahme am Jubiläum haben wir (mal wieder) unter das Motto "Torf frei Leben" gestellt. Wir haben an Beispielen das torffreie Anziehen von Pflanzen gezeigt und auch den Kompost aus Oldenburg vorgestellt. Im Papiertüten mit 2- 3 Litern Kompost haben wir den Oldenburger eine Probierpackung präsentiert.  Diese wurden gerne angenommen. Dabei haben wir auch um eine Rückmeldung zu Qualität und Verwendbarkeit gebeten. 
Aus beidem Teilen unserer Vorstellung ergaben sich interessante Gespräche. Viele kannten den Kompost aus Neuenwege garnicht. Und fast alle wünschten sich diesen einfacher als derzeit beziehen zu können.
Mit den Erfolgswünschen dazu nehmen wir das als Aufforderung, diese nachhaltige Garten- und Balkonkastenbewirtschaftung voran zu bringen.
Ab Herbst geht das Kompostwerk in den stadteigenen Abfallwirtschaftsbetrieb auf. 
Wir werden sehen, ob der AWB ein guter Partner für diese gelebte Nachhaltigkeit sein wird?

 

 

OL Kompost auch in OL

Oldenburger Kompost gibt es schon lange, vor der Stadt. Wir nutzen mehrere Veranstaltungen wie die 25 Jahr Feier des PFL am 7.5. den OldenburgerInnen diese Naturprodukt aus Oldenburg auch wieder für Oldenburg bekannter zu machen. Bisher war dieses hochwertige Recyclingprodukt ein Geheimtipp und aufgrund der Abgabemenge gut organisierten Gartengruppen vorbehalten. Das wollen wir ändern.

Das Gartenjahr beginnt - Torf frei Leben geht in die Sonne

Nach einem winterlichen Abschnitt der Rückschau, der Vorbereitung der Freude, dass es bald wieder los geht, geht es nun wieder los.
Als erstes haben den Lernkomposter am Bunkergarten beim PFL wieder in Betrieb gesetzt. Da war eine Scheibe zu Bruch gegangen. Dabei hatten wir auch einen unverglasten Blick, wie weit der Gartenabfall vom letzten Jahr. Da sah schon gut aus. 
So auch bei den Lernkompostern in den Kindertagesstätten, die im letzten Herbst mit den Kindern gebaut haben. Hier soll dieses jahr das erste Mal "geerntet" werden.
Im Mai sollen dann die Eltern bei den stattfindenden Gartentagen ein "Tütchen" echten Oldenburger Kompostes mit nach Hause in den Garten auf den Blkon mitnehmen können.
Da die Menge wohl nciht reichen wird, werden von den Kindern auch Tüten mit dem zertifizierten Kompost aus dem Kompostwerk füllen. Diese Vorbereitungen sind neben kleine Aktionen und Vorträgen bis in Sommer erst einmal unsere Hauptplanungen.

Für Regentage haben wir aber auch was. Die Arbeitsgruppe trifft sich dann und debattiert, welche bisherigen Schritte welche Wirkung hatten. Wie es daher weitergehen soll und welche potentiellen Mitstreiter angesprochen werden sollten. Dabei spielt die Weiterführung des  Kompostwerkes ab Herbst ebenfalls eine Rolle. Denn von nichts kommt nichts. 

Die Latte beim Kompostwerk liegt nun höher

Bezug: Artikel NWZ 30.1.2017 „Biomüll In Oldenburg - Pläne …

Die NWZ hat den Aufschlag zur Diskussion mit dem heutigen Bericht „Biomüll In Oldenburg - Pläne zum Grüngut gedeihen“ gemacht.

Der BUND hat sich vor mehreren Jahren schon des Themas angenommen. Und zwar aus Gründen des Moorschutzes und damit für den Landschafts-, den Natur- und den Klimaschutz im Oldenburger Umland. 

Noch immer wird von Oldenburger Bürgern säckeweise sogenannte Blumenerde gekauft und im Garten verteilt. Wesentlicher Inhalt ist hier Torf und damit der Grund, warum immer noch Moore zerstört werden. 

Nun hat das Kompostwerk damit auf den ersten Blick nichts zu tun, doch so einfach ist das heute nicht mehr. Mit der Erkenntnis der Verknüpfung unterschiedlichster Bereiche zu einer nachhaltigen Gesellschaft sind heute weitergehende Anforderungen an die Handelnden zu stellen. Mit dem Bürgerkonsultationsprozess Lokale Agenda 21 ist das auch Stadtpolitik geworden. 
Und so kann das Kompostwerk nun eine Lösung für Probleme sein, von denen keiner bei der Einrichtung der Anlage etwas ahnte.

Dass ein „weiter so“ nun nicht mehr zeitgemäß ist, haben der AWB per Gutachten und die Politik mit ihrer Reaktion bereits gezeigt. Die Initiative für die naheliegende energetische Nutzung be-kräftigt das. 

Doch nicht allein die auch vom BUND befürwortete Biogasanlage sollte ein Schritt nach vorne sein. 
Die Klimakonferenz in Paris weist uns den Mut auch zu weiteren Schritten.

Die Tage hat die Niedersächsische Landesregierung mit dem Landesraumordnungsprogramm den Ausstieg aus dem Torfabbau beschleunigt. Das ist die Angebotsseite und das sollte auf der Nachfrageseite unterstützt werden. Aufgerufen dazu ist nun die Politik und die Verwaltung in Form des AWBs.

So sehen wir die zukünftige Aufgabe des AWB auch darin, die Biomasse, die aus Oldenburg ins Werk gebracht wird nach Behandlung auch wieder nach Oldenburg zurückzubringen und dort damit die Verwendung von Torfprodukten zu vermindern. 

Landschafts-, Natur- und Klimaschutz fordern einen lokalen Stoffkreislauf ein, siehe oben.
Dass das nicht banal ist, erfahren wir mit unserer in gleiche Richtung zielenden Kampagne „Torf frei Leben“ im Umgang mit einzelnen Bürgern wie mit Institutionen laufend.

Ein schnelles „das geht ja doch nicht“ kommt da häufig über die Lippen. Doch das gilt auch für die Energiewende, einen ökologischen Verkehr, ein nachhaltiges Siedlungswesen oder ein Eintreten für gesunde und fair gehandelte Ernährung. Trotzdem müssen wir uns diesen Aufgaben stellen. 

Der BUND und andere Bürgerzusammenschlüsse stehen dabei helfend bereit.

Naturschutzwoche bringt Erfahrung rund ums Jahr

Die Lernplakate sind zwar noch nicht angebracht (Weihnachtsgedrängel), aber die Lernkomposter sind jeden Tag zu sehen und werden als Beginn eines Stoffkreislaufes für die Gemüseabfälle fleissig genutzt. Den Aufau der Komposter haben wir zusammen mit den Kitas entsprechend deren Konzeption geplant und ... weiter 

Der Moorherbst war ein guter Frühling der Kampagne

Die Ausstellung "Moor macht Klima" ist nun nach Hannover weitergegangen. Wir vom BUND haben damit viele Kontakte knüpfen können. Gestern haben wir unseren Moorherbst ausgewertet und schauen nun, wie wir weiter mit dem Torffreien Leben weitermachen.
Fest steht schon, dass wir mit zwei Kindertagesstätten eine Aktion zur landesweiten Kindernaturschutz Anfang November machen werden.

Nun die große Bühne für „Moor macht Klima“ (6.10.2016)

Nachdem die Ausstellung der Ökostation Osterholz den Rahmen für viele wegweisende Kontakte zu unserer Kampagne „Torffrei Leben“ im Umwelthaus gebildet hat, durften wir nun in das Foyer des PFL umziehen.
Mit guter Organisation, einer kleinen Schar von Mitstreitern und der Unterstützung des PFL Teams hatten wir in drei Stunden Abbau und Neuaufbau erledigt. Damit findet unser Anliegen weniger Torf in oldenburger Privatgärten zu nutzen ein breiteres Publikum.

So haben z.B. die zahlreichen Besucher der Stadtbibliothek die einfache Gelegenheit sich über das Thema zu informieren. Dazu liegen unsere Informationsflyer und Hefte zur Mitnahme bereit.

Aber auch an dieser Stelle werden wir Gruppen die Ausstellung vorführen. So nächten Montag den Vorstand des Verbandes Wohneigentum, der als einziger Zusammenschluss von Eigenheimbesitzern, einer der Kooperationspartner ist.

Kampagnenbeginn zufrieden stellend (2.10.2016)

Nun liegt also eine anstrengende aber auch zufrieden stellende Woche hinter uns. Mit der Beteiligung am „Moorherbst in Niedersachsen“ durch die Ausstellung "Moor macht Klima" im Umwelthaus und einem vor allem erst einmal internen Rahmenprogramm haben wir die Kampagne gestartet.
Montag ging es vormittags mit einem Pressegespräch los, nachmittags waren unsere Kooperationspartner eingeladen und abends stellten wir die Begründung und Absichten unserer Kampagne fast 20 Interessierten im PFL vor. Zwischendurch noch die ersten Kampagnenflyer von der Druckerei geholt und unter anderem den scheidenden Ratsmitgliedern zu ihrer letzten Ratssitzung im PFL auf den Tisch gelegt.

Dienstagnachmittag war dann eine kleine Gruppe Campagner aus dem Nichtumweltbereich zu Besuch. Ideen und Erfahrungen wurden lebhaft ausgetauscht. Ein Blick nach vorne führte zur Skizzierung eines Angebots für Kindertagesstätten zur niedersächsischen Kindernaturwoche Anfang November. Dienstagabend referierte Sabine Reimer zum Thema „Gärtnern ohne Torf“, wozu sich sogar mehr Besucher einfanden als am Montagabend. 
Beide Vorträge waren in der Zeitung „Der Tipp des Tages“, für diese Unterstützung hier unseren Dank.
Mittwochs kamen alle BUND Kreisgruppen aus Nordwest zu einer Regionalkonferenz im Umwelthaus zusammen und wir besprachen auch die Aspekte unserer Kampagne für ein regionales Zusammenwirken. Eine fachliche Betrachtung der Ausstellung fehlte dabei natürlich auch nicht.

Donnerstag nahmen wir an einem Workshop der Stadtverwaltung zur Innenstadtgestaltung teil und brachten damit torffreie Überlegungen ein. Danach hatte das Umwelthaus Jahresmitgliederversammlung und alle teilnehmenden Mitgliedsverbände wurden über die Ausstellung und unsere Kampagne informiert und zur Teilnahme eingeladen, denn Schnittlinien gibt es immer.

Freitag kamen noch einige BUND Mitglieder aus der Region vorbei und wir sprachen darüber wie der normale Gartenbesitzer aus seiner „jahrzehntelangen Abhängigkeit vom Torf“ gelöst werden könnte. Ein eher lustiger Nachmittag.

Nun ist ein Erholungswochenende bzw. die Vorbereitung der nächsten Woche. Diese Beginnt mit einem Sondertreffen der aktiven Gruppen der Lokalen Agenda 21 in Oldenburg zum Thema Bioabfall.

Dann ist Mitte der Woche der Umzug der Ausstellung ins Foyer des PFL. Damit ist sie kein Geheimtipp mehr. 

Ausstellung im Umwelthaus aufgebaut (23.09.2016)

Geschafft. Die Ausstellung "Moor macht Klima" habe wir von jenseits der Weser herüber gefahren und die vielen Treppen ins Umwelthaus im PFL getragen und dann heute aufgebaut, verkabelt und getestet. 

Geschafft sind auch wir.

Nun ein erholsames Wochenende und dann können die OldenburgerInnen die Ausstellung bei uns sehen. 

Lokale Agenda besucht Oldenburger Kompostwerk (20.09.2016)

In Kooperation mit der Agendagruppe "Rund ums Eigenheim" haben wir eine Besichtigung des Oldenburger Kompostwerk für Agendagruppensprecher organisiert. 
Diese Möglichkeit haben alle thematisch dem Thema geneigten Gruppen wahrgenommen.
Nach einem guten und informativen Fachgespräch mit den Mitarbeiter der Betreiberfirma ging es auf einen Rundgang durch das Werk.

Neben den Eindrücken der Organisation der Kompostierung war unser prägenster Eindruck, der was unsere Mitbürger alles für Bioabfall halten. 

Trotz dieser erschreckenden Erkenntnis haben wir zur Auswertung und Fortsetzung des Themas in der Lokalen Agenda einen Sondertermin am Rande der Ausstellung "Moor macht Klima" im Umwelthaus Oldenburg e.V. ausgemacht.

Eine kleine Impression der Besichtigung ist im folgenden zu sehen:

Unser erstes Anschauungsobjekt (13.8.2016)

Nachdem die Bunkergartengruppe über unser Vorhaben einen Komposter zu errichten recht angetan war, machten wir uns gleich donnertags an die Bastelarbeit.

Zuvor beim Holzhandel die erforderlichen Stücke zusägen lassen und wir hatten einen Bausatz. Vier Leute und zwei Stunden gemütliches miteinander Holzwerken, also fast nur Schrauben und der konventionelle Komposter war einsatzbereit.

Aber TorffreiLeben will anschaulich machen und da fehlte dann noch die Transparenz. Daher brachte einer unserer Mitstreiter eine alte Fensterscheibe mit. Diese setzten wir in das vordere Seitenteil ein und haben damit nun ständig einen Blick in das "Privatleben" der Kompostbiotops.

Das mit der Webcam überlegen wir noch. Aber fehlen tun noch die Schilder mit den lehrhaften Inhalten. Da sind wir dran.

"Torffrei leben" geht an das „Licht der Öffentlichkeit“ (1.8.2016)

Nachdem wir die Zusage eines Zuschusses in der Hand hielten, dafür noch einmal ein grosses Dank an BINGO, haben wir uns an die Arbeit bzw. an einige Projekte gemacht.

Dabei haben wir erst einmal den Rahmen gesucht um an das „Licht der Öffentlichkeit“ zu treten.
Eine schlichte Presseerklärung der Art „BUND will dem Oldenburger den Torf vermiesen“ in der „saure Gurken der Schulferien“ erschien uns nicht angemessen und auch nicht zielführend.

So kam es, dass "Torffrei leben" nun die Ausstellung zum "Moorherbst in Niedersachsen" im Umwelthaus und dann im PFL zeigt. Alles weitere auf unserer  "Moorherbst in Niedersachsen" Seite  

BIO muss nicht Öko sein!

Der ökologisch geneigte Käufer orientiert sich ohne allzulange Recherche am Begriff BIO.
Inzwischen ist das auch per EU-Verordnung so halbwegs abgesichert.
Doch ist der Begriff BIO ausserhalb der Lebensmittelwirtschaft wohl nicht so sonderlich geschützt.

Das musste unser Hartmut Anfang der Woche erfahren. Da war noch auf dem Balkon ein wenig nachzupflanzen. Der garteneigne Kompost war verarbeitet oder noch nicht reif. Also mal sehen, was ... hat.

Oh Freude die haben ja BIO-Blumenerde. Alles wird gut.

Doch sicher ist sicher. Schnell die Lesebrille auf und mal sehen, was drin ist. Immerhin das ist bei uns gesetzlich geregelt. Und so kam auch fast gesetzmäßig der Schreck. "aus Hochmoortorf". Also Finger davon lassen und damit nicht mitschuldig an Moorzerstörung sein.

Fazit: bei der Blumenerde muss BIO nicht Öko sein, sondern auch schon mal das Gegenteil. Auf den Bildern ist nicht der Händler genannt, aber wir werden dem einen Brief schreiben, von wegen Verbrauchertäuschung. Denn was wäre ohne Lesebrille gewesen?

 

 

Wechselbad - und unser Regler

Vorletze Woche bei unserem örtlichen Stadtteilzentrumseinkaufsmarkt:

"Äh, das ist ja torffreie Blumenerde. 20 l also tragbar. Preis auch OK"

Letzte Woche ebenda: "Wo ist denn die torffreie Blumenerde? Nun steht da eine Palette mit Blumenerde, eindeutig MIT Torf als Hauptbestandteil."

Nachgefragt: "Das wird immer mal so mal so geliefert"

Diesen Freitag: das Pendel neigte sich wieder zum besseren "Mal so". Es war wieder torffreie Blumenerde da. Anderer Lieferant, aber torffrei.

Was wenn nun nächste Woche der Wunsch nach Blumenerde, klar torffrei, aufkommt?

Umweltschutz und Lotterie sind zwar manchmal vermengt, aber in diesem Falle nicht sinnvoll.

Wenn wir die Ressorucen haben, wollen wir zum Herbst eine grosse Befragung machen, wer, wann, welche  torffreie Blumenerde wo anbietet.

Das mit dem Ziel, dass der Wunsch nach Blumenerde mit geringem Aufwand torffrei in Erfüllung gehen kann.

Terra Preta für Praktiker

Beim Umweltbildungszentrum wird am Freitag, dem 17. Juni, ab 14 Uhr Terra Preta-Erde angesetzt. Interessierte Helfer sind willkommen:
Umweltbildungszentrum Ammerland, Elmendorfer Straße 59, 26160 Bad Zwischenahn-Rostrup.

 

 

Traurige Entdeckung beim Ausflug

So eine Fahrradtour am Wochenende kann auch ganz ärgerlich machen. Diesmal nicht weil das Wetter sich nicht an die Vorhersage hielt, sondern weil wir unverhofft abseits des Weges von Oldenburg nach Brake auf einen neuen Torfabbau stießen.

Ähnliche Bilder werden uns rund um Oldenburg herum gemeldet. Dabei sind es nicht nur die Riesengebiete wie im Cloppenburgischen, sondern auch die kleinen „mal hier mal da“ Einschläge. Diese machen im Verhältnis zur absoluten Ertragsmenge an Torf viel mehr kaputt. 

Suche nach Unterstützung geht in die zweite Runde

Nachdem der von uns angefragte Fördergeber uns im Februar mitgeteilt hat, dass unser Antrag auf Unterstützung unseres Vorhaben so nicht entscheidungsfähig sei,h
aben wir den Antrag in mehreren Sitzungen noch weiter durchgesprochen und konkretisiert.
Dabei hat uns auch der Landesverband, der das Vorhaben als sehr sinnvoll und überfällig ansieht, zur Seite gestanden. Dafür vielen Dank.
Vielen Dank an Thomas M, der wieder die zeitaufwendige Antragsbearbeitung übernommen hat und an Thomas K, der uns die Aktivitäten der Kreisgruppen im nördliche Niedersachsen vorstellte.
Nun wurde uns mitgeteilt, dass der Antrag so zum Entscheidungsgremium gegeben wird.
Wir drücken die Daumen. Ihr auch?
Denn ohne bezahlte Zuarbeit werden unsere Bemühungen nicht so wirksam sein, dass wir unser Ziel erreichen können.

Torf? Moor kaputt machen? .. aber ich doch nicht!!

Über das Torffrei Gärtnern wird beim Einkauf von Gartenprodukten entschieden. Da wir auch schon mal bei unseren Kooperationspartnern erfahren konnten, dass torfhaltige Produkte nicht als solche wahrgenommen werden, wollten wir es mal hinter der Kasse einiger Märkte genau wissen.

Immerhin, die meisten wussten, dass Torf erst durch Moorabbau zu bekommen ist.

Aber ist das schlimm? Das wird doch alles rekultiviert.

Torf? Ne ich nutze nur Blumenerde. Das ist doch Mutterboden z.B. wo gebaut wird. Steht auch drauf.

Dann gab es auch „ehrliche“ Verpackungen, da stand drauf, dass Torf drin ist, sogar Naturtorf!!

Noch zu wenige hatten mit dem Kauf sich bewusst für moorschützende torffrei Gartenerde entschieden.

Wir fragen mal an, ob wir eine kleine „Aufklärungsbroschüre“ auslegen dürfen.

Moorabbau in der Region wird nicht sichtbar weniger

Bei unserem Regionaltreffen vom BUND haben wir auch über die Situation des Torfabbaus gesprochen. Fast alle Kreisgruppen konnten von neuen Torfabbaugebieten berichten. Augenscheinlich ist der Abbau sogar forciert worden. Wir sehen dahin eine gewisse „Torschlußpanik“ der Torfabbbauer und leider auch eine rege Nachfrage, die auf diesem Wege befriedigt werden soll.

Bürger vom torffreien Gärtnern überzeugen

das machen wir ja schon länger.

In einer neuen Auflage haben wir dazu mit dem Verband Wohneigentum (früher Siedlerbund) vor einem Baumarkt gestanden und das Gespräch gesucht und teilweise auch gefunden.
Mit den Kindern der Baumarktbesucher haben wir gleich praktisch auch torffrei gegärtnert.
Das hat Spaß gemacht, den Kindern gefallen und mit deren Eltern zu einem konstruktiven Dialog geführt. Das machen wir nochmal.

Moor, die verlorene Heimat des Torfes

Pünktlich zum 1.April ging es mit sieben unserer Gruppe ins Moor, der verlorenen Heimat des Torfes. Was haben wir, mitgenommen?
Es wird an Torfersatz für den Erwerbsgartenbau gearbeitet!
Schon heute wird Torf aus Osteuropa importiert (wobei alle davon ausgehen, dass das viel umweltschädlicher sei als der regionale Torf)
Dass ein Bedarf von 9? Mio t Torf besteht, der gedeckt werden muss?!?
Dass der Erwerbsgartenbau heute pro Produktionseinheit viel weniger Torf braucht.
Dass Torf im Privatgarten zu einem sehr grossen Teil unnötig ist, der Nachfrageanteil von 40% aber trotzdem gedeckt wird!!

Wir schliessen daraus!
Dass der Bedarf von 9? Mio t Torf gesenkt werden kann und soll!
Dass der Erwerbsgartenbau damit professionell und verantwortungsbewußt umgehen wird.
Dass es sinnvoll ist, dem Privatgärtner Alternativen an die Hand zu geben!
Wir mit unserer Kampagne "Torf frei leben" weitermachen müssen und sogar noch eine Schippe zulegen müssen.

Terra Preta- fruchtbare Erde zum Selbermachen

Für alle Gartenliebhaber und Selbstversorger ein unbedingtes Muss:

Terra Preta- fruchtbare Erde zum Selbermachen,

Pro Natura e.V. Edewecht veranstaltet Informationsabend.

 

Prachtvolle Pflanzen und eine ertragreiche Ernte im eigenen Garten durch Terra Preta – portugiesisch für „schwarze Erde“. Terra Preta wurde schon vor mehreren tausend Jahren von Menschen hergestellt. Die gefundenen Vorkommen sind bis heute fruchtbar.

Terra Preta bindet CO2 und steigert die Fruchtbarkeit des Bodens.

 

Welche Vorteile hat Terra Preta sonst noch?

Wie setzt sie sich zusammen?

Wie verwendet man Terra Preta im eigenen Garten?

Wie kann man Terra Preta selbst herstellen?

 

Diese und andere Fragen werden uns Frau Dr. Mona Gharib, Leiterin des Terra Preta- Projekts beim BUND Landesverband Niedersachsen, und Herr Prof. Dr. Harm Glasshoff, Experte auf dem Gebiet der Geologie und Bodenentstehung, beantworten. Das BUND-Projekt wird gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.

 

Der Verein Pro Natura e.V. hat in Kooperation mit dem BUND Kreisverband Ammerland und dem Umweltbildungszentrum Ammerland Frau Dr. Gharib und Herrn Prof. Glasshoff eingeladen.

Frau Dr. Gharib und Herr Prof. Glasshoff werden am

Mittwoch dem 16.03.2016 um 18:00 Uhr

im Umweltbildungszentrum Ammerland, Elmendorferstr. 30A, Rostrup

einen Vortrag über Terra Preta halten und danach Fragen beantworten.

Als Fortführung dieser Veranstaltung werden im Sommer 2016 im Schulgarten des Umweltbildungszentrums Beete angelegt, um die Wirkung von Terra Preta auch im Ammerland zu erproben. Eine Anfahrskizze zum Umweltbildungszentrum findet sich im Anhang.



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