BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Oldenburg-Kompost in gartenüblichen Mengen erwerbbar

Mit Unterstützung des BUND hat der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) es nun eingerichtet, dass auch gartentaugliche Mengen Kompost an der AWB Annahmestelle in Neuenwege regulär verkauft werden. Mit 50 €ct für 50 Liter ist dieses Kraftfutter für den Garten sogar wesentlich günstiger als die moorschädliche Blumenerde. Zum Transport werden MiniBigpacks mit 2€ Pfand angeboten. Diese sind dann auch lagerfähig.

Der Kompost ist von der Gütegemeinschaft Kompost zertifiziert und stammt nicht aus der „Grüne Tonne“ sondern ausschließlich aus den sauberen direkten Anlieferungen aus Grün- und Strauchschnitt.

In dem industriellen Kompostiervorgang werden zudem alle schädlichen Keime abgetötet.
Damit haben wir mit dem AWB allen Gartenbesitzern in Oldenburg eine weitere Möglichkeit geschaffen die Gartenarbeit mit dem Natur- und Klimaschutz zu verbinden.

Die Kreisgruppe des VWE empfiehlt zudem, dass die Mitglieder in den Gemeinschaften das direkte Anliefern nach Neuenwege und das Mitnehmen des Kompostes Autokilometer vermeidend zusammen organisieren.

Mehr dazu auf den Seiten des AWB.

 

 

Wieviel Kompost für welche Pflanzen?

Seit Oktober 2017 betreibt der AWB das Kompostwerk in Neuenwege in Eigenregie. Dort werden zum einen die biologischen Abfälle aus der Biotonne und zum anderen der aus den Oldenburger Gärten anfallende Grünschnitt, also Sträucher, Äste, Stauden und sonstige Pflanzenreste, behandelt.

Nur aus dem Grünschnitt wird der „Oldenburg-Kompost“ hergestellt. Er ist damit ein hervorragender Bodenverbesserer und Dünger für den heimischen Garten.

Damit eine gleichbleibend gute Qualität des erzeugten Kompostes garantiert ist, wird dieser regelmäßig von der Bundesgütegemeinschaft Kompost auf seine Inhaltsstoffe geprüft. Er darf nur dann vermerkt werden, wenn die Kriterien der Bundesgütegemeinschaft erfüllt sind.
Die Verwendung des „Oldenburg-Kompostes“  bietet mehrere Vorteile:

• Auf Torf kann verzichtet werden, dadurch werden Moore geschützt.
• Der Naturkreislauf in Oldenburg wird gefördert: Oldenburger Grünschnitt gelangt als „Oldenburg-Kompost“ wieder in die  Oldenburger Gärten.
• Durch den technisierten Rotteprozess im  Kompostwerk ist der „Oldenburg-Kompost“ keimarm. Pilze und Pflanzensamen werden abgetötet.
Die Verwendung von „Oldenburg-Kompost“ ist fast in jedem Garten und für fast alle Pflanzen  möglich!

Damit der „Oldenburg-Kompost“ seine Wirkung richtig entfaltet, müssen einige Regeln beachtet werden:

1. Kompost ist ein Dünger, der mit dem  Gartenboden ausreichend gemischt werden  muss. Zu viel Kompost kann die Pflanzen schädigen.
2. Kompost soll nur oberflächlich in den Boden eingearbeitet werden, auf keinen Fall in  tiefere Bodenschichten. Kleinstlebewesen in den oberen Bodenschichten wandeln die organischen Bestandteile des Kompostes in anorganische um und machen sie somit als Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar.
3. Die Ausbringungszeit für Kompost sollte zwischen März und August sein.
4. Reifer Kompost sollte nicht zu lange lagern,  sondern zeitnah ausgebracht werden.
5. Moorbeetpflanzen (Rhododendron),  Gartenheidelbeeren, Blumenwiesen mögen  keinen Kompost.

In den folgenden Tabellen ist der durchschnittliche Bedarf an Kompost für verschiedene Pflanzen aufgeführt. Um gezielt und richtig zu düngen ist es möglich den Nährstoffzustand des Gartenbodens analysieren zu lassen (pH-Wert, pflanzenverfügbares Phosphor, Kalium und Magnesium).

Kompost vom AWB

Kompostieren kann zwar jeder, hinten in der Gartenecke findet sich immer ein Plätzchen, wo Strauch- und Rasenschnitt vor sich hinrotten kann.

Doch vielen ist das heute zu mühsam und sie nutzen die Biotonne oder liefern Gartenschnitt gleich bei den Annahmestellen ab. Dieses wird dann aber doch zum Kompost, nämlich im Kompostwerk in Neuenwege.

Wenig Kompost statt viel torfige "Graberde"

Der Torfabbau forciert den Treibhauseffekt, denn naturnahe Moore sind natürliche Kohlenstoffspeicher und einmalige Lebensräume. 

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, mittels eines Pilotprojektes den Kompost auch auf den beiden städtischen Friedhöfen in Ofenerdiek und Bümmerstede anzubieten, um Angehörigen bei der Bepflanzung von Gräbern bzw. Bodenverbesserung Alternativen zu torfhaltigen Produkten aufzuzeigen. Auf beiden Friedhöfen werden daher ab Mitte Juni 2018 jeweils fünf Entnahmestellen vorgehalten, die mit Feinkompost, der kostenlos zur Verfügung gestellt wird, befüllt sind.

Dass das auch gut angenommen wird, kann jeder an den gut geleerten Kompostekisten sehen.

Beim Qualitätskompost des Abfallwirtschaftsbetriebes handelt es ich um ein gütegesichertes Produkt, das ausschließlich aus den Grünabfällen der Oldenburger Gärten und Grünflächen hergestellt wird. 

Guter Kompost hat vergleichbare Eigenschaften wie Humus. Als Dünger und Bodenhilfsstoff kommt Kompost deshalb eine besondere Bedeutung zu. Er ist nicht nur eine nachhaltige Nährstoffquelle, sondern hat auch die Fähigkeit, den Boden zu verbessern und zu erhalten. Kompost aktiviert
das Bodenleben, fördert die Bodenstruktur, verbessert den Luft- und Wasserhaushalt sowie die Aggregatstabilität und erhöht das Puffervermögen des Bodens. Also ideal für eine einfache Grabpflege.

Die Entnahme des Materials kann in kleineren Behältnissen oder Eimern erfolgen. Um die Verwendung zu erleichtern, wird an jeder Entnahmestelle ein 10 l Eimer vorgehalten, der wie beim Einkaufwagen gegen 2€ Pfand genutzt werden kann.

 

 

Quelle: http://oldenburg-stadt.bund.net/torffrei/oldenburg_kompost/