Mit Sabine Reimer (2. von rechts) freuen sich vom Vorstand (von rechts) Dr. Wulf Carius, BUND-Landesvorsitzende Susanne Gerstner und Dr. Hilmar Westholm (Foto: BUND)
„Sabine hat jahrelang Krötenübergänge betreut, war Landschaftswartin, baut heute noch Insektennisthilfen, pflanzt Bäume und Büsche, kann mit der Sense umgehen und hat einen Jagdschein.“ Weitere Höhepunkte im Verbandsleben der Jubilarin waren der erfolgreiche Kampf gegen die L65neu durch die Bornhorster Huntewiesen, die kontinuierliche Mitarbeit beim Wendbüdelhof des BUND und heute noch ihr Einsatz gegen die Fliegerhorsttrasse beim Heidbrook.
“Seit 30 Jahren wirkt Sabine mit beim Aufbau und bei der Erhaltung des Wendbüdel-Hofes, den BUND-Ehrenamtliche in Prinzhöfte bei Ganderkesee aufgebaut haben. Sabine hat den Wendbüdel-Hof mit saniert und bis heute immer wieder einmal pro Woche mit geholfen. Und sie hat die Verbindung der Stadt Oldenburg mit dem Wendbüdel-Hof mit entwickelt, indem sie der Unteren Naturschutzbehörde „aus der Patsche geholfen“ hat und mit dem Wendbüdel-Hof und mir jemanden gefunden hatte, der die Naturschutzflächen in den Bornhorster Huntewiesen und die LSG-Flächen im Moorplacken extensiv bewirtschaftet: Das wollten vor über zwanzig Jahren die konventionellen Landwirte nicht. Extensive Landwirtschaft war ihnen zu viel Arbeit, und mit dem holzigen Ertrag konnten sie keine Tiere mehr füttern. So entstand die Idee der trockenen Vergärung des Mahdgutes in der Biogasanlage auf dem Wendbüdel-Hof und damit wirtschaftlichen Naturschutz zu ermöglichen," so Dr. Wulf Carius, Vorsitzender des BUND-Regionalverbandes Oldenburg Süd.
"Und Sabine Reimer hat durch ihre freundliche Art, ihr Beharrungsvermögen und ihre Ausdauer und Gelassenheit dafür gesorgt, dass der BUND in Oldenburg die Durststrecke vor und nach Corona überstanden hat: “Der BUND hat in der Zeit mit Dr. Hartmut Ludewig und Thomas Myslik zwei Vorsitzende in Oldenburg verloren, und nur durch Sabine war es möglich, dass der BUND so etwas strukturell Wichtiges wie einen (stellvertretenden) Sitz im Umweltausschuss – mit Dr. Brigitte Kreft-Kohlhage – besetzen konnte. Sabine hat den BUND in Oldenburg über Jahre am Leben erhalten. Gemeinsam mit dem Landesverband hat sie dafür gesorgt, dass die Kreisgruppe Oldenburg im Regionalverband Oldenburg-Süd aufging und nicht zu viel Zeit mit Kreisgruppen-Vorstandsarbeit und Personensuche drauf geht,” ergänzt Dr. Hilmar Westholm als Sprecher der Stadtgruppe Oldenburg des BUND.
“Als Landesvorsitzende möchte ich Dir danken, so Susanne Gerstner, auch im Namen aller hier Anwesenden, und da mir Deine Oldenburger Mitstreiter*innen gesagt haben, dass Du nicht mehr auf Landes-Veranstaltungen wie das Kreisgruppen-Treffen oder die Delegiertenversammlung fährst, habe ich sofort zugesagt, Dich hier vor Ort zu ehren!”