Der Rat der Stadt Oldenburg hat eine Baumschutzsatzung mit Augenmaß und begleitend eine gute Baumerhalt- und Entwicklungsstrategie beschlossen, mit der die Bürgerinnen und Bürger beim Baumerhalt unterstützt werden. Damit ist endlich ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz in Oldenburg getan. Eine Gruppierung versucht nun mit falschen und Angst machenden Argumenten und mit großem finanziellem Einsatz, in einem Bürgerentscheid diese Satzung wieder aufheben zu lassen. Entgegen den Behauptungen der Gruppierung wurde vor dem Beschluss durch den Rat gut über die Satzung informiert, und alle Ratsmitglieder hatten die Chance, sich mit den Einwendungen zu beschäftigen. Es ist falsch, dass mit der Satzung unzulässig in die Eigentumsrechte der Grundeigentümer eingegriffen werde. Mit der Androhung maximaler Bußgelder, die von einer Verwaltung mit Augenmaß bei unzulässiger Fällung nie verhängt werden, und dem Hinweis auf zu vermeidenden „Verwaltungsaufwand“ wird die Umsetzung der Satzung schlechtgeredet. Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Bürger die Bäume fällen, bevor sie unter den Schutz der Satzung fallen. Bäume werden auf privatem Grund vor allem dann gefällt, wenn Baufirmen Grundstücke vermarkten. Hier bietet nur die Satzung Schutz für die Bäume und sorgt im Fall, dass eine Fällung unvermeidlich ist, für Kompensation. Mehr noch als die Grundeigentümer betrifft der Baumschutz die vielen Mieterinnen und Mieter, die von den Klimaleistungen der Bäume profitieren. Sie sollten sich besonders für den Erhalt einer Baumschutzsatzung einsetzen, denn sie haben keine Möglichkeit, auf Grund und Boden selbst etwas für die Bäume zu tun. NABU, BUND und die Students for Future fordern alle Oldenburgerinnen und Oldenburger auf, beim Bürgerentscheid für den Erhalt der Satzung zu stimmen.