Der Rat der Stadt Oldenburg hatte eine Baumschutzsatzung mit Augenmaß und begleitend eine
gute Baumerhalt- und Entwicklungsstrategie beschlossen, mit der die Bürger*innen beim
Baumerhalt unterstützt werden. Damit war endlich ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz in
Oldenburg getan. Die Satzung war ausschlaggebend, dass Oldenburg das Label „StadtGrün
naturnah“ in Silber verliehen bekam. Auch die August 2024 in Kraft getretene EU Verordnung
über die Wiederherstellung der Natur erfordert einen wirksamen Baumschutz für Oldenburg,
denn danach darf bis Ende 2030 kein weiterer Verlust an städtischen Grünflächen und
Baumüberschirmung erfolgen. NABU, BUND, die Students for Future und Seniors for Future und weitere Gruppierungen setzen sich schon seit Jahren für den Naturerhalt in
Oldenburg ein.
Die Gegner der Baumschutzsatzung konnten nicht genügend Stimmen für eine Abschaffung der
Satzung erreichen und haben das Quorum (der Stimmen von mindestens 20% der Wahlberechtigten) verfehlt. Damit bleibt die Satzung gültig. “Nun kommt es darauf an, dass die Satzung sich in den kommenden Jahren bewährt und auch weiterhin von der Ratspolitik unterstützt wird,” so Prof. Dr. Georg Klump, der sich für die BUND-Stadtgruppe Oldenburg in den letzten Monaten im Bündnis für den Erhalt der Baumschutzsatzung federführend engagiert hatte. “Ein besonderer Dank gilt seitens der Satzungsbefürworter auch der Verwaltung und der zuständigen Dezernentin Frau Schacht, die diese Baumschutzsatzung auch gegen Fehlinformationen der Gegner verteidigte,” so Klump weiter. Die Diskussion hat aber auch klar gemacht, dass ein großer Bedarf an Information und auch Unterstützung bei der Beratung durch die Verwaltung besteht.